Nussbaumer, Michael (1785-1861), Bildhauer

Nussbaumer Michael, Bildhauer. * Schörstadt b. Irschen (Kärnten), 28. 9. 1785; † Rom, 24. 3. 1861. Stud. 1811–22 an der Wr. Akad. der bildenden Künste bei J. Klieber (s. d.), mit dem er gem. ein Relief für den als Gefallenendenkmal errichteten Husarentempel b. Mödling arbeitete. 1823 bekam er von K. Franz II. (s. d.) ein Stipendium für Rom, wo er im Atelier Thorwaldsens die entscheidenden Eindrücke erhielt. N. schuf für die Kirche S. Maria dell’Anima das Grabmal Fedrigotti und das Grabmal Ohms, dessen Bozzetto sich im Landesmus. für Kärnten befindet. In Rom entstand auch eine verschollene Plastik, die die herkul. Gestalt eines Lindwurmtöters (wohl für die Stadt Klagenfurt gemeint) darstellt.

W.: Sieg des Christentums über die Hölle (Versuchung Christi in der Wüste); 2 Grabmäler, S. Maria dell’Anima, Rom; Lindwurmtöter; etc.
L.: Carinthia I, Jg. 121, 1931, S. 117 ff.; E. Josch, Ältere bildende Künstler aus Kärnten in Wien, ebenda, Jg. 137, 1947; Bénézit; Nagler; Seubert; Thieme–Becker; Wurzbach; Die bild. Kunst in Österr. 6, S. 216; R. Milesi, Barock und Klassizismus in der Grabplastik Kärntens, 1965.
(R. Milesi)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 32, 1976), S. 178
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