Obrist, Walther (1878-1936), Schriftsteller

Obrist Walther, Schriftsteller. * Innsbruck-Wilten, 20. 4. 1878; † Innsbruck, 22. 10. 1936. Sohn des Vorigen; stud. an der Univ. Innsbruck, 1906 Lehramtsprüfung aus Geographie und Geschichte. War 1904–08 Prof. für diese Fächer an der Realschule in Laibach, 1908–14 an der dt. Realschule in Proßnitz, ab April 1918 unterrichtete er Dt. an der Militär-Unterrealschule Bad Fischau, ab 1920 an der Realschule in Innsbruck, 1930 i. R. Während des Ersten Weltkriegs zuletzt Landsturmoblt. (1916). O. trat als feinsinniger Lyriker und als Satiriker hervor. Seine bekannteste Schöpfung ist das Standschützenlied.

W.: Appenzells Befreiung im späten Mittelalter, in: Jahresber. der k. k. Staats-Oberrealschule in Laibach, 1908–09; Proßnitz im Kriegssturm von 1805, 1912; Drückeberger und Feldsoldat (Gedichte), 1924; Südtirol. Bll. der Erinnerung, 1926; Erika (Gedichte), hrsg. von H. Klein, 1967.
L.: Tiroler Tagesztg. vom 29. 8. 1964; Tiroler Heimatbll., 1967, S. 90 f.; Nagl–Zeidler–Castle, Bd. 4, S. 1260, 1282; KA Wien.
(H. Hochenegg)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 33, 1977), S. 200f.
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