Opitz, P. Cölestinus (Franz) (1810-1866), Ordensmann und Mediziner

Opitz P. Cölestinus (Franz), OSJdD, Ordensmann und Mediziner. * Hermsdorf (Heřmánkovice, Böhmen), 25. 2. 1810; † Wien, 7. 12. 1866. Bauernsohn; trat 1829 in den Orden der Barmherzigen Brüder in Prag ein, legte 1831 die Ordensgelübde ab und wurde nach verschiedenen Stud. (1832–42 an der Univ. Prag) Wundarzt. O. war dann im Konventspital der Barmherzigen Brüder in Prag, Feldsberg und Ofen, kurze Zeit auch in Neustadt a. d. Mettau, ab 1845 wieder in Prag tätig, wo er bereits am 6. 2. 1847 bei einer Operation die Äthernarkose verwendete, ohne darüber zu publ. Ab 1848 am Wr. Ordensspital, entfaltete er vor allem während der krieger. Ereignisse dieses Jahres eine ungemein segensreiche Tätigkeit. 1854 Dr. med. 1859 wurde O. zum Provinzial der über 20 Konvente und Spitäler zählenden österr.-böhm. Ordensprovinz gewählt und erwarb sich große Verdienste um die Organisation der Krankenpflege.

L.: Ungar vom 8. und 13. 4., Pester Ztg. vom 18. 4. 1845; Heimatkde. für den polit. Bez. Braunau, 1894; L. Hlaváčková, Postopách éterové narkózy (Auf den Spuren der Äthernarkose bei uns), in: Farmakoterapeutické zprávy 19, 1973, S. 35 ff.; F. Läufer, Die Barmherzigen Brüder, 1931, S. 227; Mitt. Barmherzige Brüder, Provinzialat, Wien.
(E. Rozsívalová)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 33, 1977), S. 234
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