Opitz, P. Heinrich (1859-1910), Seelsorger und Schriftsteller

Opitz P. Heinrich, SJ, Seelsorger und Schriftsteller. * Schweidnitz (Świdnica, preuß. Schlesien), 25. 6. 1859; † Graz, 3. 1. 1910. Trat 1881 in Tyrnau in das Noviziat der österr. Provinz der Ges. Jesu ein. Nach zwei Jahren Noviziat in Tyrnau, zwei Jahren rhetor. und humanist. Stud. in St. Andrä i. L., drei Jahren Phil. in Preßburg und drei Jahren Theol. an der Univ. Innsbruck wurde er 1891 zum Priester geweiht. 1894–98 unterrichtete er dt. Literaturgeschichte an den Jesuitengymn. in Mariaschein (Böhmen) und Linz-Freinberg. Ab 1898 war er als Prediger, Ver.-Leiter und Ver.Redner in Prag, Preßburg und Wien tätig. Er war einer der gesuchtesten Ver.Redner seiner Zeit und förderte bes. die Marian. Kongregationen und den Piusver. Seine religiösen Dichtungen fanden wegen ihrer ungezwungen fließenden Sprache und ihrer Innigkeit großen Anklang. Von einer schweren Krankheit genesen, trennte sich O. wenige Monate vor seinem Tod vom Jesuitenorden und zog sich nach Graz zurück.

W.: Clerus und Volk, 1895; Am Tiefen Weg (Gedichtsmlg.), 1903, 7. Aufl. o. J.; Unterm Lilienbanner der Marian. Kongregation, 1904, 6. Aufl. o. J., engl. 1908; Die Marian. Kongregation, 1905, 11. Aufl. 1931; Die Schule Mariens, 1906, 4. Aufl. 1918; Die Freimaurerei in selbsteigener Beleuchtung, 1907; Erlebtes und Erlauschtes, 1908, 2. Aufl. 1913; etc. Zahlreiche Abhh. in Marian. Kongregationsbücherei, Sodalenbücher, Daheim, Liebfrauenbote, Unsere Fahne, Sodalenkorrespondenz, Präsides-Korrespondenz.
L.: Nachr. der österr. Provinz SJ 5, 1908, S. 75 f.; Jesuitenlex.
(A. Pinsker)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 33, 1977), S. 234
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