Orbók, Loránd; Ps. Lorenzo Azértis (1884-1924), Schriftsteller

Orbók Loránd, Ps. Lorenzo Azértis, Schriftsteller. * Preßburg, 6. 3. 1884; † Barcelona, 20. 6. 1924. Stud. an den Univ. Klausenburg und Paris (1904/05), 1907 Dr. phil. Ab 1910 war er als Mittelschulprof. in Budapest tätig. 1912 gehörte er zu den Gründern des ersten großen Puppentheaters in Ungarn. O., der viel reiste, befand sich bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges in der Bretagne, wo er interniert wurde. Nach seiner Entlassung (1915) ließ er sich in Spanien nieder und schrieb zuerst in französ. Sprache für Z., aber auch Theaterstücke. 1922 eröffnete O. in Barcelona eine Theateragentur und machte die Werke ung. und anderer Autoren in Spanien bekannt. Seine Stücke, z. Tl. in katalan. Sprache geschrieben, wurden mit großem Erfolg auch im Ausland (Venedig, Neapel, Budapest, Köln, Frankfurt, Berlin etc.) aufgeführt. 1923 z. B. blieb „Casanova“ monatelang auf dem Spielplan des Empire Theatre in New York.

W.: Stevenson, l’hosti millionari, 1918; Casanova, Caballero de Seingalt, 1919; El Germá del Mestre, 1920; Bataclan (Mr. Riph), 1921; Vers Bagdad, span.: La Magia del desierto, 1922; Un Rayo de Sol; etc.
L.: Gaseta Catalana, 1918; M. Életr. Lex.; Masaryk; Otto, Erg. Bd. IV/2; Mitt S. Orbók, Barcelona (Spanien), und I. Chalupecký, Levoča (ČSSR).
(Red.)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 33, 1977), S. 241
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