Pappenheim, Martin (1881-1943), Neurologe

Pappenheim Martin, Neurologe. * Preßburg, 4. 11. 1881; † Tel Aviv (Israel), 26. 11. 1943. Stud. 1899–1905 an der Univ. Wien Med., 1905 Dr. med.; war 1906/07 Ass. an der Dt. psychiatr. Klinik in Prag, 1908–11 Ass. an der psychiatr. Klinik in Heidelberg, 1915 Priv.Doz. für Neurol. und Psychiatrie an der Univ. Wien, 1924 tit. ao. Prof. Nach einer Stud. Reise durch Rußland wurde er 1922 Vorstand der neurolog. Abt. am städt. Versorgungshaus in Lainz. 1933 übersiedelte er nach Tel Aviv, wo er als Facharzt weiterhin eine bedeutende Tätigkeit entwickelte. P., Mitgl. der Ges. der Ärzte in Wien, des Ver. Neurol. und Psychiatrie in Wien, des Dt. Ver. für Psychiater und der Ges. dt. Nervenärzte, verfaßte zahlreiche Arbeiten aus dem Bereich der Neurol. und Psychiatrie, insbes. über Liquoruntersuchungen, Epilepsie, Dipsomanie, Aphasie etc.

W.: Die Neurosen und Psychosen des Pubertätsalters, gem. mit C. Grosz, 1914; Lumbalpunktion, 1922; Neurosen und Psychosen der weiblichen Generationsphasen, 1930; etc. Hrsg.: W. Bechterew, Allg. Grundlagen der Reflexol. des Menschen, 3. Aufl. 1926.
L.: Fischer; Wininger; Kürschner, Gel. Kal., 1928/29–1935; Jb. der Wr. Ges., 1929; Partisch, Bd. 3, S. 148; UA Wien.
(G. Roth)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 34, 1977), S. 323
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