Parmann, Oskar (1844-1916), Feldzeugmeister

Parmann Oskar, General. * Mantua (Lombardei), 20. 6. 1844; † Wien, 12. 1. 1916. Absolv. das Kadetteninst. in Marburg a. d. Drau und die Genieakad. in Klosterbruck b. Znaim, aus der er 1863 als Lt. zum IR 76 ausgemustert wurde. 1866 kämpfte P. als Komp. Off. auf dem italien. Kriegsschauplatz, erhielt 1867/68 an der Kriegsschule seine höhere militär. Ausbildung, wurde im November 1868 als Oblt. dem Gen.Stab zugeteilt und wirkte zunächst als Brig.Gen. Stabsoff, in Wien. 1871/72 arbeitete er bei der Mappierung in Siebenbürgen, 1872–75 war er als Hptm. beim Militärkmdo. in Temesvar und gleichzeitig auch als Taktiklehrer an der dortigen Inf.Kadettenschule tätig. Im November 1875 kam P. in das neuerrichtete Telegraphenbüro des Gen.Stabes nach Wien und machte sich 1878 um die Organisierung der Feldpost und des Feldtelegraphenwesens im Okkupationsgebiet verdient. Er wurde nach kurzer Verwendung als Divisionsgen. Stabschef in Hermannstadt, 1880 Chef des Telegraphenbüros, 1886 Obst. 1887 zur Truppendienstleistung eingerückt, kommandierte P. zunächst ein Baon. des IR 59 in Trient bzw. Salzburg, 1889–91 das IR 76 in Ödenburg. 1891–95 führte P. (1892 GM) die Landwehrbrig. in Graz, 1895–99 (1896 FML) die 32. Inf.-Truppendiv. in Budapest, 1899–1903 wirkte er als Insp. der Armeeschießschule und als Präses der Komm. zur Beurteilung der Stabsoff. Aspiranten, 1903 bis zu seiner Pensionierung (1911) war P. (1904 FZM) Stellvertreter des Oberkmdt. der k. k. Landwehr, um deren Ausbau er sich bedeutende Verdienste erwarb. 1904 Geh.Rat und Obst. Inhaber des IR 12.

L.: Fremden-Bl. vom 7. 2. 1903 (Beilage) und 12. 11. 1904 (Beilage); N. Fr. Pr., RP und Wr. Ztg. vom 15. 1. 1916; Die Reichswehr vom 8. 6. 1899; Österr.-ung. Heeresztg. vom 20. 4. 1903; Die Vedette (Beilage zum Fremden-Bl.) vom 19. 4. 1905; Der oberste Kriegsherr und sein Stab, hrsg. von A. Duschnitz und S. F. Hoffmann, 1908, Generalität, S. 20; Gatti, Bd. 1, S. 1035; KA Wien.
(R. Egger)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 34, 1977), S. 327
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