Paschkis, Heinrich (1849-1923), Pharmakologe und Bibliothekar

Paschkis Heinrich, Pharmakologe und Bibliothekar. * Nikolsburg (Mikulov, Mähren), 21. 3. 1849; † Wien, 18. 5. 1923. Stud. an der Univ. Wien Med., 1872 Dr. med., 1874 Dr. chir. 1873–78 Ass. an der Klinik für Syphilidol. bzw. am Inst. für med. Chemie, 1878 am Pharmakolog. Inst. unter Vogl; 1883 Habil. für Pharmakol. an der Univ. Wien, 1904 tit. ao. Prof.; ab 1893 Bibliothekar der Ges. der Ärzte in Wien. P. wurde vor allem durch seine Stud. über kosmet. Arzneimittelwirkungen in der Fachwelt bekannt. Seine „Kosmetik für Ärzte“ stellt eines der ersten systemat. wiss. Werke auf dem Gebiete der Kosmetik dar. In zahlreichen pharmakolog. Originalarbeiten beschäftigte er sich vornehmlich mit der Wirkung von Pharmaka (z. B. Quecksilber bei Syphilis) auf venerolog. Erkrankungen. P. erwarb sich große Verdienste um den Auf- und Ausbau der berühmten Bibl. der Ges. der Ärzte in Wien.

W.: Über den Einfluß des Quecksilbers auf den Syphilisprocess . . ., gem. mit L. v. Vajda, 1880; Kosmetik für Ärzte, 1890, 5. Aufl. 1923; Arznei-Verordnungslehre, 1892; Agenda therapeutica, 4 Tle., 1898–1902; zahlreiche Abhh. in Fachz.
L.: Feierl. Inauguration, 1923/24; H. Decker, Personalbibliographien von Prof. und Doz. des Pharmakolog. Inst. der Univ. Wien im ungefähren Zeitraum von 1850–1970, phil. Diss. Erlangen, 1975; Fischer; Eisenberg, 1893, Bd. 2; Wininger; M. Arnim, Internationale Personalbibliographie, 2. Aufl., Bd. 2, 1952; Lesky, s. Reg.
(O. Kraupp)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 34, 1977), S. 331
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