Pauer, Josef Chrysostomus (1756-1826), Bischof

Pauer Josef Chrysostomus, Bischof. * Wien, 29. 6. 1756; † St. Pölten (NÖ), 19. 12. 1826. War Jesuitennovize bis zur Ordensaufhebung 1773, dann im Profeßhaus der Barnabiten bei St. Michael und sowohl im Lehramt als auch in der Pfarre eingesetzt. 1794 Kaplan der adeligen dt. Leibgarde, war er in allen Ämtern des Feld-Konsistoriums tätig, 1796 als Feldsuperior, 1806 als Dir. des Feld-Konsistoriums, 1815 als Apostol. Vikar der k. k. Heere und tit. Bischof von Dulma in partibus infldelium. Propst von Altbunzlau, Ehrendomherr von St. Pölten und Gran. 1823 wurde er unter Beibehaltung des Apostol. Feld-Vikariates zum Bischof von St. Pölten ernannt. P. erwarb sich große Verdienste, u. a. um die Gehaltsregulierung der Garnisons- und Spitalskapläne, um Erlaß von Instruktionen über Einführung und Aufbewahrung der Militärmatriken und um Sicherung des den Feld-Superioren zugestandenen Anrechtes auf Ehrenkanonikate.

L.: E. Bielik, Geschichte der k. u. k. Militärseelsorge und des Apostol. Feld-Vicariates, 1901, S. 103 f.; J. Wodka, Das Bistum St. Pölten, 1950, S. 38.
(F. Loidl)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 34, 1977), S. 347
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