Pernstein, Matthias (1795-1851), Komponist

Pernstein Matthias, Komponist. * Friedberg (Frymburk, Böhmen), 22. 2. 1795; † Kufstein (Tirol), 12. 3. 1851. Sohn eines Leinwebers und Bierausschenkers; wurde mit Unterbrechung ab seinem zwölften Lebensjahr von seinem Onkel Matthias P., Organist in Gmunden (OÖ), in Gesang, Violine und Musiktheorie ausgebildet. Er absolv. dann in Linz den pädagog. Lehrkurs und war als Schulgehilfe in Laakirchen (OÖ) und Beneschau (Südböhmen), später in Hellmonsödt b. Linz tätig, wo er mit kurzer Unterbrechung neun Jahre den Schullehrer-, Mesner- und Chordienst versah. P. wirkte dann ein Jahr in Salzburg als Musikdir. am Landestheater, in der Folge zwei Jahre als Chorregent an der Lyzeumskirche. Ab 1827 lebte er in Kufstein als Chorregent, ab 1828 auch als Stadt- und Kirchenrechnungsführer.

W.: Messe; Solenne Messe; Vesper; 3 Litaneien; etc. Ca. 500 Manuskripte.
L.: Z. für kath. Kirchenmusik, Jg. 3, 1870, n. 2, S. 15; Wurzbuch (s. Pernsteiner M.); F. B. Kirchmair, Die Musik- und Gesangspflege in Kufstein, in: 60 Jahre Tiroler Grenzbote 1871–1931, Jubiläums-Festschrift, 1931, S. 65; G. Lettenbichler, Biograph. und genealog. Notizen aus dem Unterinntale, Manuskript, S. 198 ff., Tiroler Landesmus. Ferdinandeum, Innsbruck.
(E. Fässler)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 35, 1978), S. 428
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