Peschka, Heinrich Stefan (1886-1937), Erfinder

Peschka Heinrich Stefan, Erfinder. * Wien, 2. 7. 1886; † Wien, 21. 9. 1937. Sohn eines Gemischtwarenhändlers; richtete im Hofgebäude des väterlichen Hauses (Wien XII., Breitenfurterstr. 109) eine elektromechan. Werkstätte ein, mit deren Ertrag er seine Versuche und Erfindungen finanzierte. P., der seine techn. Kenntnisse durch Selbststud. erworben hatte, beschäftigte sich auch mit Erfindungen, die den Ton- und Farbfilm vorwegnahmen. 1913 meldete er eine Einrichtung zur Aufnahme und Wiedergabe plast. wirkender Lichtbilder zum Patent (Österr. Patent n. 81291) an, bei der alle Rechtsbilder grün und alle Linksbilder rot übertönt waren und zum Betrachten rot-grüne Brillen verwendet wurden. Im Techn. Mus. in Wien sind Proben seiner Tonaufnahmen in sog. Sprossenschrift erhalten. Dieses System sollte nicht nur bei Filmen, sondern auch für photograph. Grammophonplatten, Phonographen, Diktiermaschinen, Spielwerke etc. Verwendung finden.

L.: Kleines Lex. des österr. Films, hrsg. von L. Gesek, in: Filmkunst, 1959; W. Formann, Österr. Pioniere der Kinematographie, in: Österr.-Reihe, Bd. 326/27, 1966; Mitt. H. Seper, Wien.
(W. Fritz)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 35, 1978), S. 435
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