Petkovšek, Jožef (1861-1898), Maler

Petkovšek Jožef, Maler. * Werd b. Oberlaibach (Verd pri Vrhniki, Unterkrain), 7. 3. 1861; † Studenec b. Laibach, 22. 4. 1898. Bauernsohn; stud. nach dem Militärdienst (1878–82) auf Anraten Ogrins (s. d.), der sein erster Lehrer war, zuerst in Venedig, dann in München bei Raupp und Seitz, ab 1884 in Paris bei Cabanel und Boulanger Malerei. Heimgekehrt, arbeitete P., künstler. beeinflußt von Lhermitte, Bastien-Lepage und später von Corot, unregelmäßig bis 1892, als sich die ersten Zeichen einer ererbten Geisteskrankheit zeigten. Von da an schwankte P.s Leben zwischen Krankheitsausbrüchen und fallweiser Besserung. Den Großtl. seiner Werke vernichtete er selbst. In seinen 24 erhaltenen Bildern (Öl auf Leinwand) und Skizzen nähert sich P., der melanchol. expressive Realist und Zeitgenosse der Brüder Šubic, den neuen impressionist. Strömungen im späten 19. Jh. bei den Slowenen.

W.: Bosanka (Die Bosniakin), 1878; Študija Kranjice (Studie einer Krainerin), 1887; Perice ob Ljubljanici (Wäscherinnen an der Laibach), 1886; Beneška kuhinja (Venezian. Küche); Ob košnji (Bei der Mahd); Doma (Daheim), unvollendet; Pismo (Der Brief); etc.
L.: Kronika slovenskih mest, 1954, S. 100 ff., 1963, S. 114; Obzornik, 1965, S. 214 ff.; Slovenska umetnost, 1966, S. 67 f.; Slovensko slikarstvo, 1966, S. 92, 94, 96, 238; F. Mesesnel, J. P., 1940; Thieme–Becker; SBL; Enc. Jug.
(N. Gspan)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 35, 1978), S. 447
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