Pfefferle, Josef (1862-1939), Mosaizist

Pfefferle Josef, Mosaizist. * Innsbruck, 16. 6. 1862; † Zirl (Tirol), 25. 5. 1939. Lernte bei dem Maler F. Plattner in Zirl zeichnen und malen und 1875–78 bei Salerti in Venedig die Mosaikarbeit. Er gründete 1900 in Zirl eine Mosaikanstalt, in der zeitweise zehn Mosaizisten arbeiteten. Die Entwürfe lieferten meist Maler im Stil der Nazarener, der Neugotik und der Secession. 1903 erhielt P. den Titel eines Kammerlieferanten des Prinzen von Sachsen-Coburg, 1905 des Erzh. Eugen. 1918 stellte er den Betrieb ein. 1904 wurde P. auf der Weltausst. in St. Louis (USA) mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.

W.: Giebelbilder, 1899 (Pfarrkirche, Oberperfuß, Tirol), 1908 (Pfarrkirche, Dormitz, Tirol), etc. Madonnenbilder (Fassaden der Franziskanerkirchen, Bozen, Südtirol, Schwaz und Telfs, beide Tirol); Mosaiken (Wallfahrtskirche, Locherboden b. Stams, Tirol); Kuppelmosaiken (Kirche der Engl. Fräulein, Meran, Südtirol); Mosaiken (Krypta des Schlachtdenkmals, Austerlitz, ČSSR); etc.
L.: Der Kunstfreund (Bozen), 1904, S. 140, 1905, S. 59; N. Prantl, Heimat Zirl (= Schlern-Schriften 212), 1960, S. 358 ff.
(E. Egg)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 36, 1979), S. 29
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