Pfeiffer, Hermann (1877-1929), Pathologe

Pfeiffer Hermann, Pathologe. * Wien, 21. 8. 1877; † Graz, 21. 12. 1929. Stud. an der Univ. Wien Med., 1902 Dr. med.; arbeitete dann an dem von J. Kratter (s. d.) geleiteten Inst. für gerichtliche Med. der Univ. Graz und wurde 1904 Ass. 1906 habil. er sich für gerichtliche Med. und wurde 1910 ao. Prof. 1913 ging er als Ass. zu R. Klemensiewicz (s. d.) an das Inst. für allg. und experimentelle Pathol. der Univ. Graz. Ab 1919 wirkte er als o. Prof. der allg. und experimentellen Pathol. an der Univ. Innsbruck. 1921 wurde er o. Prof. und Vorstand des Inst. für allg. und experimentelle Pathol. der Univ. Graz. Zu Beginn seiner Laufbahn galt P.s Interesse gerichtsmedizin. Themen, wie dem Problem des Selbstmordes und dem des Verbrühungstodes. Mit der Zuwendung zur allg. und experimentellen Pathol. traten Arbeiten über die Anaphylaxie, über Strahlenschädigungen und die Funktion des Retikuloendothels in den Vordergrund.

W.: Das Problem der Eiweißanaphylaxie, 1910; Über den Selbstmord, 1912; Das Problem des Verbrühungstodes, 1913; Der große Krumme (Gedichte), 1914; Die Arbeitsmethoden bei Versuchen über Anaphylaxie, in: Hdb. der biolog. Arbeitsmethoden, hrsg. von E. Abderhalden, Abt. 13, Tl. 2, 1921; Der Nachweis photodynam. Wirkungen fluoreszierender Stoffe am lebenden Warmblüter, ebenda, Abt. 4, Tl. 7, 1923; Der biolog. Blutnachweis, ebenda, Abt. 4, Tl. 11, 1923; Allg. und experimentelle Pathol., 1924, 2. Aufl. 1927.
L.: Fischer; Kürschner, Gel. Kal., 1925–31; UA Graz.
(H. G. Klingenberg)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 36, 1979), S. 31
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