Pick, Otto (1887-1940), Schriftsteller und Übersetzer

Pick Otto, Schriftsteller und Übersetzer. * Prag, 22. 5. 1887; † London, 25. 5. 1940. War als Feuilletonred. und Theaterkritiker in Prag tätig. 1933/34 gab er gem. mit W. Haas die literar.-kulturelle Wochenztg. „Die Welt im Wort“ (nebst Beibl. „Die Woche im Wort“) heraus. P., mit Brod, Kafka (s. d.) und Werfel befreundet, trat selbst als Schriftsteller hervor und trug durch seine Mitarbeit an den unter dem Titel „Der Anbruch“ ab Dezember 1917 in freier Folge erscheinenden Flugbll. zur Entwicklung des Expressionismus bei. Er erwarb sich vor allem durch seine Übers. von Čapek (s. d.), Langer (s. d.) etc. bes. Verdienste als Vermittler moderner tschech. Literatur.

W.: Die Probe (Erz.), 1913; Gruß aus Prag. Prager Silhouetten, 1926; Spielende Kinder (Erz.), 1929; Um das Dt. Theater in Prag, 1931. Gedichte: Freundliches Erleben, 1902; Wenn wir uns mitten im Leben meinen, 1926; Das kleine Glück, 1928. Zahlreiche Übers. Hrsg.: Dt. Erzähler aus der Tschechoslowakei, 1922.
L.: Brümmer; Giebisch–Gugitz; Kosch; Masaryk; Nagl–Zeidler–Castle, Bd. 4, S. 2115; Otto, Erg.Bd. IV/2; Wininger; Lex. dt.sprachiger Schriftsteller von den Anfängen bis zur Gegenwart, red. von K. Böttcher, Bd. 2, 1968 (s. unter Pfemfert F.)
(L. Mikoletzky)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 36, 1979), S. 62
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