Piringer, Otto (1874-1950), Schriftsteller und Seelsorger

Piringer Otto, Seelsorger und Schriftsteller. * Broos (Orăștie, Siebenbürgen), 20. 2. 1874; † ebenda, 3. 11. 1950. Sohn des Rektors der evang. Schule in Broos; stud. Germanistik und evang. Theol. AB in Marburg a. d. Lahn, Berlin und Klausenburg (Cluj-Napoca). Er wurde Rektor der höheren Schule in Agnetheln (Agnita), dann Pfarrer in verschiedenen Gemeinden, 1913 in Großpold/Apoldul de Sus (vor allem von sog. „Landlern“, den Salzburger Emigranten, bewohnt), dann Dechant des Kirchenbez. Mühlbach (Sebeș), ab 1925 Stadtpfarrer von Broos. P. verfaßte zahlreiche heitere und ernste Gedichte, z. Tl. im sächs. Dialekt, die zum Allgemeingut der Siebenbürger Sachsen wurden. Seine Gedichte erschienen vereinzelt und ges. in verschiedenen Büchern und Kalendern.

W.: Won de San äs schlofe gangen, 1904; Schärhibesker, 1921; Vum klenen Piter und senger Welt . . ., o. J.; etc.
L.: Die Woche und Karpaten Rundschau vom 22. 2., Neuer Weg vom 11. 5. 1974; Licht der Heimat, 1974, n. 249/50; Giebisch–Gugitz.
(P. Kloess)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 36, 1979), S. 93
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