Plachutta, Josef (1827-1883), Schachmeister und Beamter

Plachutta Josef, Beamter und Schachkomponist. * Zara (Zadar, Dalmatien), 13. 5. 1827; † Przemyśl (Galizien), 22. 7. 1883. Sohn eines Lehrers; trat 1849 als beeideter Fortifikations-Rechnungspraktikant bei der Genie-Lokaldion. in Zara ein und war u. a. in Innsbruck (1855), Udine (1863), Olmütz/Olomouc (1873) und ab 1881 in Peterwardein (Petrovaradin) stationiert. 1882 Militär-Bauverwalter. P., als Schachspieler ein bedeutender Problemkomponist, schuf ca. 300 Probleme, die sich durch Tiefe und Ideenreichtum auszeichnen. Ab 1862 war er mehrmals Preisträger bei nationalen und internationalen (London 1862, Berlin 1876) Turnieren. Auf P.s Idee, dem Thema in der Schnittpunktkombination, die seinen Namen trägt, werden viele Spiele aufgebaut. Der Grundgedanke ist die erzwungene schädliche Verstellung des Schnittpunktes zweier gleichschrittiger schwarzer Steine durch einen weißen Opferstein mit Ausnutzung einer bes. sekundären Lenkung des schnittpunktsperrenden Steines.

L.: Problem, 1974; Bergers Schach-Jb., 1892/93; W. Sidler, Problemschach, 1968; KA Wien.
(E. Spitzenberger)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 37, 1980), S. 112f.
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