Plaichinger, Mathilde (Thila) (1868-1939), Sängerin und Gesangspädagogin

Plaichinger Mathilde (Thila), Sängerin und Gesangpädagogin. * Wien, 14. 3. 1868; † Wien, 19. 3. 1939. Tochter eines Schuldir. und Kirchenchorleiters; stud. am Konservatorium der Stadt Wien bei Gänsbacher (s. d.), Dustmann-Meyer (s. d.) sowie Mampé (s. d.) und wurde 1893 von Pollini an das Hamburger Opernhaus engagiert. 1894–1901 vertrat sie das hochdramat. Fach am Stadttheater in Straßburg und wirkte ab 1896 bei den Festspielen in Bayreuth mit. 1899 gastierte sie als Isolde in Frankfurt a. M., 1900–14 sang sie mit großem Erfolg an der Berliner Hofoper. Gastspiele führten P. 1901–11 zu den Wagner-Festen nach München, 1904 und 1910 nach London, ferner nach Wien, Dresden und Amsterdam. Ab 1910 war sie in Berlin und später in Wien als Gesangpädagogin tätig.

Hauptrollen: Brünnhilde (R. Wagner, Der Ring des Nibelungen); Isolde (ders., Tristan und Isolde); Ortrud (ders., Lohengrin); Elisabeth, Venus (ders., Tannhäuser); Senta (ders., Der fliegende Holländer); Leonore (L. van Beethoven, Fidelio); Elektra (R. Strauss, Elektra); etc.
L.: Einstein; Eisenberg; Frank–Altmann; Grove; Riemann; Deutschlands, Österr.-Ungarns und der Schweiz Gelehrte, Künstler und Schriftsteller in Wort und Bild, 3. Ausg. 1911; K. J. Kutsch–L. Riemens, Unvergängliche Stimmen, 1975; The International Cyclopedia of Music and Musicians, 1975.
(Ch. Harten)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 37, 1980), S. 114
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