Planck von Planckburg, Franz (1772-1844), Industrieller

Planck von Planckburg Franz, Industrieller. * Linz, 12. 1. 1772; † Linz, 11. 2. 1844. Stammte aus einer angesehenen alten Linzer Familie, Großvater des Folgenden; absolv. ab 1789 ein Praktikum bei dem Wr. Handelsmann Alessandrini. 1794 übernahm er nach seinem Großvater Josef P. die Fa. J. M. Scheibenpogens Eidam, die er unter diesem Namen weiterführte und zum bedeutendsten Bank- und Handelshaus in OÖ ausbaute. Ein Schwerpunkt der weitverzweigten Handelsbeziehungen lag im Bankgeschäft, das vor allem für die Entwicklung der Sensen- und Leinenind. in OÖ große Bedeutung erlangte. Daneben beschäftigte sich P. mit dem Wachs-, Honig- und Salzhandel und hatte entscheidenden Anteil am Bau der Bahnlinie Linz–Budweis (České Budějovice). Die von ihm beabsichtigte Gründung einer Sparkasse in Linz scheiterte. Er beteiligte sich an der 1819 gegründeten Ersten österr. Spar-Casse und war im Ausschuß der österr. Nationalbank, zu deren wichtigsten Aktionären er gehörte. P., u. a. Beisitzer des Wechselgerichtes und Vorstand des Handelsstandes, förderte aus eigenen Mitteln Wohltätigkeits- und Armenanstalten. 1844 nob.

L.: S. Pröschl, Krisenmanagement einer führenden Kommerzbank von der Gründerzeit zum Schwarzen Freitag, in: Hist. Jb. der Stadt Linz, 1975, S. 155 ff.; Kosch, Das kath. Deutschland; Meixner, S. 46, 76; Wurzbach; K. Planck-Planckburg, Die P. v. P. und die Scheibenpogen, in: Gestalter und Gestalten (= Linz, Erbe und Sendung), 1943, S. 37 ff.; F. Aschauer, OÖ Eisenbahnen (= Schriftenr. der oberösterr. Landesbaudion. 18), 1964, S. 19; S. Pröschl, Entwicklungsgeschichte und Bedeutung einer Kommerzbank als Beitr. zur Wirtschafts- und Finanzgeschichte des oberösterr. und salzburg. Raumes (dargestellt am Beispiel der Oberbank), sozial- und wirtschaftswiss. Diss. Linz, 1972.
(U. B. Wiesinger)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 37, 1980), S. 114f.
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