Plantan, Ivan (1853-1920), Jurist und Kommunalpolitiker

Plantan Ivan, Jurist und Kommunalpolitiker. * Gottschee (Kočevje, Krain), 29. 4. 1853; † Laibach (Ljubljana), 24. 1. 1920. Stud. 1871–75 an der Univ. Wien Jus und war ab 1876 als Konzipient in verschiedenen Kanzleien, ab 1883 in Wien, tätig. 1885 legte er die Notariatsprüfung ab, wurde 1886 Notar in Sittich (Stična), 1888 in Radmannsdorf (Radovljica) und 1891 in Laibach, 1919 i. R. 1901–19 Präs. der Notariatskammer für Krain. P. war ab 1897 Mitgl. des Gemeinderats von Laibach, in dem er Bürgermeister Hribar (s. d.) unterstützte. Er erarbeitete gem. mit Krisper (s. d.) den neuen Verbauungsplan für Laibach (1896) und erwarb sich u. a. um das Stadtbild große Verdienste. Er bemühte sich um die Gleichstellung der slowen. mit der dt. Sprache im Gerichtsverfahren, um die Gründung eines Oberlandesgerichtes und einer Univ. in Laibach sowie um das slowen. Theater und gehörte zu den Initiatoren der Laibacher Kreditanstalt. Sein Ber. über eine Nordlandreise galt zu seiner Zeit als die beste Reisebeschreibung in slowen. Sprache.

W.: Potovanje na Severni rtič (Reise zum Nordkap), 1900.
L.: Pravnik, 1968, S. 547; SBL.
(N. Gspan)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 37, 1980), S. 116
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