Plappart von Leenheer, August Frh. (1836-1907), Jurist und Theaterintendant

Plappart von Leenheer August Frh., Jurist und Theaterintendant. * Wien, 21. 2. 1836; † Altaussee (Stmk.), 17. 7. 1907. Sohn des Vorigen; stud. 1852–56 an der Univ. Wien Jus und trat in den Staatsdienst. Er diente ab 1867 im Min. des Inneren, wo er ab 1869 die administrativen Geschäfte der Donauregulierungskomm. leitete. 1879 wirkte er an der Statthalterei in Linz, ab 1881 neuerlich im Min. des Inneren; 1885 Min.Rat. 1889 wurde er mit der Leitung der legislativen Sektion betraut; 1894 Sektionschef. 1896 schied er aus dem aktiven Dienst aus und wurde gleichzeitig mit der Vertretung des Min. des Inneren in der Leitung der Wr. Stadterweiterungskomm. betraut. 1898–1906 fungierte P. als Leiter der Gen. Intendanz der beiden Hoftheater und erwarb sich große Verdienste durch die dauernde Sanierung des Pensionsfonds der Hofoper. Er war auch der erste Präs. des 1899 gegründeten Ver. zur Ausbildung von später Erblindeten. P. wurde vielfach geehrt und ausgezeichnet, u. a. 1896 Geh.Rat, 1902 lebenslängliches Mitgl. des Herrenhauses.

L.: N. Fr. Pr. vom 16. 12. 1902, 10. 7. 1906, 17. (Abendausg.) und 20. 7. 1907; RP vom 18. 7. 1907; Neuer Theater-Almanach, 1908, S. 150; Biograph. Jb. 12, 1907, 13, 1909; Kosch, Theaterlex.; Rub; H. Thimig erzählt . . ., hrsg. von F. Hadamowsky, 1962, s. Reg.
(E. Marktl)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 37, 1980), S. 117
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