Plesser, Alois (1865-1937), Seelsorger und Heimatforscher

Plesser Alois, Seelsorger und Heimatforscher. * Grünbach b. Rappottenstein (NÖ), 7. 6. 1865; † Kleinpöchlarn (NÖ), 18. 3. 1937. Entstammte einer bäuerlichen Familie; stud. am Priesterseminar in St. Pölten kath. Theol. (1889 Priesterweihe) und war anschließend in verschiedenen niederösterr. Pfarren tätig. 1906–37 Pfarrer von Kleinpöchlarn, 1923–36 Dechant des Dekanates St. Oswald (Pöggstall). 1933 erhielt er ein Ehrenkanonikat zu St. Pölten. P. betrieb intensive hist. Stud., die er meist in. den Publ. des Ver. für Landeskde. von NÖ und in den „Geschichtlichen Beilagen zu den Konsistorial-Kurrenden der Diözese St. Pölten“ (bzw. des „St. Pöltener Diözesanblatts“) veröff. Sein Hauptinteresse galt der Kirchengeschichte seiner engeren Heimat, seine Stärke lag mehr im Aufspüren und in der Wiedergabe der Quellen als in ihrer synthet. Verarbeitung. P. machte sich um die Erhaltung von Kunstdenkmälern und Archivalien sehr verdient.

W.: Heimatkde. des polit. Bez. Pöggstall, gem. mit W. Gross, 1928; Beitrr. zur Geschichte der Pfarre Waidhofen a. d. Thaya, in: Geschichtliche Beilagen zum St. Pöltener Diözesanbl. 10, 1928; Heimatbuch der Stadt Pöchlarn, 1929; etc.
L.: S. Biedermann, Kanonikus A. P. in Klein-Pöchlarn, 50 Jahre Quellenforscher im Dienste der Landesgeschichte, in: Unsere Heimat 9, 1936, S. 287 ff.; K. Lechner, Kanonikus A. P. †, ebenda, 10, 1937, S. 205 ff.; Kosch, Das kath. Deutschland; Kosel; Deutschlands, Österr.-Ungarns und der Schweiz Gelehrte, Künstler und Schriftsteller in Wort und Bild, 3. Ausg. 1911; Geistlicher Personalstand der Diözese St. Pölten, 1938, S. 341.
(S. Petrin)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 37, 1980), S. 124f.
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