Plöchl, Josef (1861-1925), Pädagoge

Plöchl Josef, Pädagoge. * St. Thomas a. Blasenstein (OÖ), 4. 3. 1861; † Wien, 23. 2. 1925. Sohn eines Arztes; stud. 1880–1884 an der Univ. Wien klass. und dt. Philol., Sanskrit, indogerman. Sprachen sowie Phil. und Pädagogik. Nach der Lehramtsprüfung (1887) aus Latein und Griech. war er Erzieher bei der Familie Windischgrätz. 1891 wurde er Dir. der neugegründeten Lehrerbildungsanstalt des Kath. Schulver. in Wien-Währing, 1900 Prof. am Landeslehrerseminar in Wr. Neustadt, 1906–19 wirkte er als Dir. des Landeslehrerseminars in St. Pölten (Reg.Rat), ab 1924 als Prof. für Pädagogik wieder an der Lehrerbildungsanstalt in Wien-Währing. 1909 begründete P. für die Diözese St. Pölten den Kath. Volksbund und war bis 1922 Obmann dieser Laienorganisation, welche die Basis für die 1929 ins Leben gerufene Kath. Aktion bildete. 1910–22 fungierte er als Obmann des kath. Preßver. für die Diözese St. Pölten, der in dieser Zeit verschiedene Bez.Ztg. aufkaufte.

L.: RP vom 24. 2. 1925; St. Pöltner Ztg. vom 26. 2. 1925 und 23. 2. 1950; R. Hornich, Reg.Rat J. P. †, in: Österr. pädagog. Warte 20, 1925, F. 3; G. Pruder. J. P. – Der Schöpfer des Kath. Volksbundes der Diözese St. Pölten, in: Österr. Akadem. Bll. (Festnummer 30 Semester „Maximiliana“), 1936, S. 61 ff.; Mitt. J. Eichinger, St. Pölten, NÖ.
(W. M. Plöchl)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 37, 1980), S. 128
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