Pösinger, P. Rudolf (Emmanuel) (1824-1879), Seelsorger

Pösinger P. Rudolf (Emmanuel), OFM, Seelsorger. * Prag, 22. 10. 1824; † Baden (NÖ), 3. 9. 1879. Trat 1842 in den Franziskanerorden ein, absolv. das Noviziat in Wien, stud. Phil. an der Ordenshochschule in Dunaföldvár und Theol. in Baja. 1847 Profeß, 1850 Priesterweihe. Seine Predigerlaufbann begann P. in Wien, wo er an der Franziskanerkirche sechs Jahre Sonntagsprediger war. In derselben Eigenschaft wirkte er 1856–64 in St. Pölten. Nach Wien zurückgekehrt, hielt er zehn Jahre die Festtags- und Fastenpredigten. Ab 1876 war er wieder in St. Pölten, ab 1879 gehörte er zum Kloster Maria Enzersdorf a. Gebirge (NÖ). P.s Kanzelvorträge, welche das Gepräge der französ. Konferenzreden tragen, galten seinerzeit als Perlen der homilet. Literatur, als klarster Ausdruck der Veithschen Schule.

W.: Kanzelvorträge, 12 Bde., 1872–79; etc.
L.: Badener Bote vom 16. 11. 1879; Theolog.-prakt. Quartalschrift, 1872, S. 367; H. Rollett, Neue Beitrr. zur Chronik der Stadt Baden b. Wien 12, 1899, S. 51.
(E. Berthold)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 37, 1980), S. 146
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