Posch, Eduard Roman (1856-1945), Bildhauer

Posch Eduard Roman, Bildhauer. * Imst (Tirol), 29. 9. 1856; † Innsbruck, 9. 1. 1945. Erhielt seine Ausbildung beim Bildhauer J. Grissemann in Imst, an der Fachschule in Imst, der Staatsgewerbeschule in Innsbruck, der Kunstgewerbeschule Nürnberg und an den Akad. der bildenden Künste in Wien (1882–84) bei Hellmer und Zumbusch sowie in München (1884–86) bei Eberl. P. war in München, Wien und Augsburg und ab 1912 in Innsbruck ansässig. Als Lehrer wirkte er an den Fachschulen in Bozen, St. Ulrich i. Gröden und Oberleutensdorf (Litvínov, Böhmen). P., auch ein guter Porträtist, ist ein Vertreter der kirchlichen Kunst in Holz, Gips und Stein im Stil des dramat. Naturalismus. Er war bei den Jubiläumskunstausst. in Wien (1888) und Barcelona (1891) vertreten.

W.: Grabsteinmedaillons für F. Civegna, 1885 (Bozen), und K. v. Lutterotti, 1895 (Imst), Gipsreliefs dazu im Tiroler Landesmus. Ferdinandeum, Innsbruck; Szenen aus dem Leben des Hl. Martin, 1892 (Reliefs, Pfarrkirche, Jedenspeigen, NÖ); Rosenkranzgruppe, 1896 (früher Seitenaltar, Pfarrkirche, Imst); 3 Holzstatuen (Pfarrkirche, Stockerau, NÖ); Christus im Grabe (Alphonsusaltar, Redemptoristenkirche, Wien XVII.); etc.
L.: Bote für Tirol und Vorarlberg vom 29. 7. 1886 (Extrabeilage); Tiroler Tagesztg. vom 28. 9. 1956; Leopoldsbl., 1890, n. 12; F. Wiland, Christliche Künstler der Gegenwart, in: Dt. Hausschatz 28, 1901/02, S. 814 f.; Thieme–Becker; Vollmer: K. Kugler, Die Künstler Imsts in 300 Jahren, in: Imster Buch (= Schlern-Schriften 110), 1954, S. 305; G. Ammann, Kunst in Imst, in: Stadtbuch Imst, 1976, S. 63; H. Hochenegg, Künstlerlex., Manuskript, Tiroler Landesmus. Ferdinandeum. Innsbruck.
(E. Egg)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 38, 1981), S. 216f.
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