Radimský, Václav (1867-1946), Maler

Radimský Václav, Maler. * Kolin (Kolín, Böhmen), 6. 10. 1867; † Paschinka b. Kolin (Pašinka, Böhmen), 31. 1. 1946. Sohn des Vorigen; stud. zunächst an der Akad. der bildenden Künste in München bei Schleich, ab 1889 an der Akad. der bildenden Künste in Wien bei Lichtenfels (s. Peithner v. Lichtenfels). Vom Anfang der 90er Jahre an hielt sich R. in Frankreich, vor allem in Giverny, auf und stellte ab 1892 im Pariser Salon aus. Schon während seines Aufenthaltes in Frankreich schickte er seine Bilder, die sich an den Impressionismus, vor allem an Monet und Pissarro, anlehnten, nach Böhmen. Nach dem Ersten Weltkrieg kehrte er in seine Heimat zurück und spezialisierte sich auf Landschaftsmotive aus der Elbegegend. R.s Bedeutung liegt darin, daß er als erster tschech. Maler direkten Kontakt zum französ. Impressionismus hatte. Bei einer Ausst. in Rouen (1895) und bei der Weltausst. in Paris (1900) wurde er mit einer Medaille ausgezeichnet. Ab 1900 stellte er in Prag, Wien, Berlin, Düsseldorf und Leipzig aus.

W.: Wiese mit Bäumen, 1895; Garten mit kahlem Baum, 1898; Garten in Giverny, Aus Frankreich, beide 1899; Winter in der Normandie, 1902; Winter an der Seine, 1903; Am Wasser, ca. 1920; Landschaft an der Elbe, ca. 1921; Auf dem Fluß, ca. 1924; etc.
L.: K. B. Mádl, V. R., in: Volné směry 3, 1899, S. 278; V. R. zemřel, in: Umění 17, 1945/46, S. 215; Bénézit; Masaryk; Otto 21, Erg.Bd. V/1; Thieme–Becker; Toman; Vollmer; České malířství XX. sloletí ze sbírek Národní galerie v Praze 1, Národní galerie, Praha 1971 (Kat.); Enc. českého výtvarného umění, 1975.
(V. Kratínová)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 39, 1982), S. 375
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