Radl, Anton (1774-1852), Maler und Kupferstecher

Radl Anton, Maler und Kupferstecher. * Wien, 15. 4. 1774; † Frankfurt a. M. (BRD), 4. 3. 1852. Sohn eines Zimmermalers, Onkel des Musikers Mayseder (s. d.); Schüler der Wr. Akad. der bildenden Künste und J. G. Prestels, erhielt R. seine Ausbildung auch in Brüssel. 1794 wurde er in Frankfurt ansässig, wo er Kontakt zu Goethe und zu den führenden Patrizierfamilien hatte. R. schuf auch heute noch geschätzte Landschaften und Genrebilder.

W.: Blick von der Gerbermühle zwischen den Eschen am Ufer auf Frankfurt, 1815; J. J. v. Willemer, M. v. Willemer, beide 1817; Felsige Waldlandschaft, 1825; Motiv aus dem Frankfurter Wald (Öl auf Kupfer, Städelsches Kunstinst., Frankfurt); Der Donaudurchbruch; etc. Zeichnungen (Graph. Smlg. Albertina, Wien).
L.: Linzer Ztg. vom 10. 3. 1852; ADB; Bénézit; Kosch, Das kath. Deutschland; Seubert; Thieme–Becker; Wurzbach; F. Gwinner, Kunst und Künstler in Frankfurt a. Main, 1862, S. 444 ff.; Th. Creizenach, Briefwechsel zwischen Goethe und M. v. Willemer (Suleika), 2. Aufl. 1878, S. 81 ff.; F. v. Boetticher, Malerwerke des 19. Jh. 2/1, 1898; J. W. Goethe, Gedenkausg. der Werke, Briefe und Gespräche, hrsg. von E. Beutler, 12, 1949, S. 542, 868, 21, 1949, S. 188; Verzeichnis der Gemälde aus dem Besitz des Städelschen Kunstinst. und der Stadt Frankfurt, 1966, S. 99; W. Koschatzky–A. Strobl, Die Albertina in Wien, 1969, S. 425; H. Fuchs, Die österr. Maler des 19. Jh. 3, 1973.
(G. Wacha)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 39, 1982), S. 377
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