Raicevich, Massimiliano Roberto (1878-1915), Ringer

Raicevich Massimiliano Roberto, Ringer. * Triest, 18. 4. 1878; † Salzburg, 1915. Begann 1901 seine Karriere als Berufsringer (1,76m groß, Kampfgewicht 85 kg) beim Turnier in Königsberg (Kaliningrad) und wurde bei den im selben Jahr in Paris ausgetragenen Weltmeisterschaften wegen seines Stils ausgezeichnet. 1902 wurde er italien. Leichtgewichtsmeister, 1905 Vizeeuropameister und Gewinner des ohne Gewichtskl. ausgetragenen Turniers in Freiburg i. Br. Nach einer triumphalen Tournee durch Südamerika besiegte R. 1907 den Russen Gerikoff und gewann das Triester Turnier vor den Schwergewichtlern Hitzler, Gehrmann und Reibler. 1909 siegte er überlegen bei den Mailänder Sommermeisterschaften mit einem Sieg im Finale über den 110 kg schweren Solumanoff, in Berlin gewann er vor 26 Konkurrenten die Weltmeisterschaft im Mittelgewicht. Bei den Mailänder Meisterschaften 1910 gewann er in der Schwergewichtskl. gegen den um 30 kg schwereren Belgier Le Marin. R., der in Deutschland, wo er 30 Turniere gewann, sehr populär war, ließ sich 1914 als Hotelier in München nieder. Während des Ersten Weltkrieges kam er auf mysteriöse Weise ums Leben. Seine Brüder, Giovanni (1881–1957) und Emilio R. (1873–1924), waren ebenfalls Berufsringer.

L.: Enc. It. (s. unter Raicevich Giovanni); E. Desbonnet, Les rois de la lutte, 1910, S. 129; A. Cougnet, La lotta greco-romana sul tappeto . . . (= Manuali Hoepli, Ser. 2, 156), 1912, S. 223 ff., 272 ff.; ders., Le lotte libere moderne . . . (= Manuali Hoepli, Ser. 2, 160), 1912, S. 141 ff., 171 ff.; B. Rovere, Vademecum del cultore dello sport, 1912, S. 219 ff.; G. Mantovani, Così si diventa campioni . . ., 1934, S. 31 ff.; R. Giollo, I circhi equestri a Parenzo, 1968, S. 44 ff.
(F. Benussi)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 40, 1983), S. 391
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