Rechberger, Augustin (1800-1864), Theologe und Seelsorger

Rechberger Augustin, Theologe und Seelsorger. * Linz, 18. 11. 1800; † Linz, 7. 12. 1864. Sohn des Juristen und bischöflichen Kanzlers Georg R. (1758–1808); war nach theolog. Stud. (1824 Priesterweihe) in der Seelsorge in Mattighofen und Linz tätig. 1828 Prof. für Dogmatik an der Diözesanlehranstalt in Linz. 1844 gründete er eine Privat-Krankenanstalt (ab 1847 deren Dir.), die den Barmherzigen Schwestern übergeben wurde. 1852 wurde er Pfarrer in Waizenkirchen, 1859 Kanonikus und Regens des Linzer Priesterseminars, an dem damals die Schriftsteller Strigl und Hanrieder (s. d.) stud. Begeistert für das Wirken von Görres in Deutschland, erhoffte R. nach 1848 einen neuen Aufbruch in der Kirche. Er entfaltete eine reiche publizist. Tätigkeit und gewann mit Schiedermayr bedeutenden Einfluß auf das religiöse Leben im Linzer Bistum.

W.: Das dreieine Leben in Gott und jedem Geschöpfe … nachgewiesen von K. M. Mayrhofer, aus dessen wiss. Nachlasse zusammengestellt, 2 Bde., 1851; zahlreiche Abhh. in Theolog.-prakt. Quartalschrift, Religionsfreund. Mitred.: Theolog.-prakt. Quartalschrift (ab 1850 Ms.) 1 ff., 1848 ff.
L.: Kath. Bll. 16, 1864, n. 99 ff.; ADB; Kosch. Kath. Deutschland; Krackowizer; Wurzbach; L. Guppenberger, Bibliographie des Clerus der Diöcese Linz … 1785–1893, 1893; F. Pesendorfer, Das Domkapitel in Linz …, 1929, S. 70 f.
(F. Loidl)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 41, 1984), S. 5
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