Reibmayr, Albert (1881-1941), Maler und Graphiker

Reibmayr Albert, Maler und Graphiker. * Linz, 20. 4. 1881; † Kleve, Nordrhein-Westfalen (BRD), 30. 3. 1941. Sohn eines Arztes; stud. 1897–1901 an der Kunstgewerbeschule desÖsterr. Mus. für Kunst und Ind. bei Matsch (s. d.), Groll (s. d.) und Roller in Wien, dann bei Zügel in München, ab 1907 an der Akad. in Düsseldorf an der Meisterschule von Junghanns, dessen bevorzugte Motive Pferde, Rinder und Ziegen waren. R. beteiligte sich an verschiedenen Ausst. in Österr. und wurde 1910 mit der Silbernen Staatsmedaille, 1912 mit der Österr. Silbernen Staatsmedaille ausgezeichnet. Nach Stud.Reisen nach Belgien und Holland ließ er sich 1913 in Kleve nieder. Er beteiligte sich an den Kunstausst. in Düsseldorf und war Mitbegründer der Niederrhein. Künstlergilde Profil in Kleve. R., dessen Domäne die flächige Wiedergabe von Genreszenen, insbes. das Tierbild mit getreuer Durchformung der Motive war, wurde als Dichter der Pferde mit dem Pinsel bezeichnet. Ausst.: Kleve 1943 und 1956.

W.: Adieu, 1906; Winterabend in Tirol, Porträt des Vaters, beide 1910 (beide Oberösterr. Landesmus., Linz); Spielende Pferde, um 1910; Gefecht zwischen Tiroler Landesschützen und Alpini am Marskarpaß, 1916, Zwei Kühe, 1920–30 (beide Stadtmus. Nordico, Linz); Pferde, 1920–30; etc. Radierungen.
L.: Düsseldorfer Tagbl. vom 6. 4. 1941; Rhein. Post vom 22. 4. und 24. 9. 1981; Bénézit; Thieme–Becker; Vollmer; Kat. der Oberösterr. Landes-Galerie in Linz a. d. D., 1923, S. 46, n. 135; Dresslers Kunsthdb. 9, 1930, Bd. 2, S. 60; kunst am niederrhein seit 1900, Kleve 1968, S. 10 (Kat); H. Fuchs, Die österr. Maler der Geburtsjgg. 1881–1900, 2, 1977; Mitt. Kunstmus., Düsseldorf, und Städt. Mus., Kleve, beide BRD.
(G. Wacha)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 41, 1984), S. 23f.
<=  S. 1 =>
<=  S. 1 =>