Reininger, Heinrich (1860-1915), Jurist und Politiker

Reininger Heinrich, Jurist und Politiker. * Tepl (Teplá, Böhmen), 15. 2. 1860; † Marienbad (Mariánské Lázně, Böhmen), 25. 5. 1915. Sohn eines Apothekers; stud. an der Univ. Prag Jus, 1888 Dr. jur. R. war zunächst in einer Advokaturskanzlei in Teplitz (Teplice) tätig, 1892 eröffnete er eine eigene Kanzlei in Eger (Cheb), 1906 übersiedelte er nach Marienbad. 1907 wurde er Advokat der Stadt Marienbad, der städt. Sparkasse, der Filiale des Wr. Bankver. und des Stiftes Tepl. 1907–15 Bürgermeister von Marienbad. R. war 1895–1907 und 1910–13 böhm. Landtagsabg. (Dt. Volkspartei). Er gehörte zu den Gründern der Dt.-radikalen Partei, aus der er austrat, als Schönerer die Führung übernahm. Später gehörte er zu den führenden Männern der Dt.-agrar. Partei in Böhmen.

L.: N. Fr. Pr. und Prager Abendbl. vom 27., Prager Tagbl. vom 27. und 28. 5. 1915; Jurist. Bll. 44, 1915, S. 261; M. Navrátil, Nový český sněm (1901–07), 1902, S. 304 f.
(M. Lišková)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 41, 1984), S. 48
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