Reisich, Josef (1795-1865), Mediziner und Pomologe

Reisich Josef, Mediziner und Pomologe. * Hrochowteinitz (Hrochův Týnec, Böhmen), 10. 4. 1795; † Prag, 27. 11. 1865 (Selbstmord). Absolv. das Piaristengymn. in Prag und Königgrätz (Hradec Králové), die philosoph. Jgg. an der Univ. Prag, stud. danach an den Univ. Prag (1823 Dr. med.) und Berlin Med. Er war vier Jahre Prosektor am Anatom. Inst. in Prag und hielt Vorlesungen über Anatomie und Physiol. R., der sich bei der Bekämpfung der Choleraepidemien in Prag und Wien sehr bewährt hatte, leitete neben seiner ausgedehnten ärztlichen Praxis 1838–42 die medizin. Klinik, 1843/44 war er Dekan der medizin. Fak., 1847/48 Rektor der Univ. Prag. 1865 k. Rat. In späteren Jahren beschäftigte er sich erfolgreich mit Pomol. und wurde für seine Verdienste auf diesem Gebiet mehrfach ausgezeichnet.

W.: Theoret.-prakt. Abh. über die Coxalgie, oder das sog. freiwillige Hinken, 1823; etc.
L.: Hirsch; Kosch, Kath. Deutschland; Wurzbach; A.C. P. Callisen, Medicin. Schriftsleller-Lex. . . . 15, 1833; M. Navrátil, Almanach českých lékařů, 1913.
(E. Wondrák)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 41, 1984), S. 58
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