Resch, P. Franz (1841-1901), Naturwissenschaftler und Philosoph

Resch P. Franz, SJ, Naturwissenschafter und Philosoph. * Obernberg a. Inn (OÖ), 16. 9. 1841; † Kalksburg (NÖ), 25. 6. 1901. Sohn eines Kaufmannes; trat 1862 in Tyrnau (Trnava) in den Jesuitenorden ein, stud. in der Folge an der Ordenshochschule in Preßburg (Bratislava) 1866–69 Phil. und Naturwiss., 1869–72 an der Univ. Innsbruck Theol. 1872 Priesterweihe. Nach dem Ordensterziat in Prag lehrte R. 1873–88 und 1897/98 am Linzer Jesuitengymn. Naturgeschichte, Physik sowie Mathematik und baute Hinteröckers (s. d.) Werk, die naturhist. Smlg. und den botan. Garten, weiter aus. 1888–95 und 1898/99 unterrichtete er in Preßburg Physik, Naturgeschichte sowie Naturphil. und erweiterte die physikal. und naturhist. Smlg. R. rang um eine Synthese zwischen dem aristotel. Weltbild und den Erkenntnissen der modernen Naturwiss., vor allem der Variabilität und Evolution der Organismen.

W.: Grundsätze zur Beurteilung des Darwinismus, in: Natur und Offenbarung, 1874; Geolog. Bild von Böhmen, ebenda, 1874–75; Inductionsbeweise zur Descendenztheorie, ebenda, 1875; Die Variabilität der Pflanzen im Kampfe ums Dasein, ebenda, 1876; Reflexionen über den Atomismus, ebenda, 1876; Pathol. der Gewächse in Wort und Bild, ebenda, 1877; Die Bakterien, ebenda, 1878; etc.
L.: Linzer Volksbl. für Stadt und Land vom 3. 7. 1901; Krackowizer; L. Guppenberger, Bibliographie des Clerus der Diöcese Linz . . . 1785–1893, 1893.
(A. Pinsker)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 41, 1984), S. 84
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