Reutter von Vallone, Arthur (1866-1950), Generalmajor und Militärschriftsteller

Reutter von Vallone Arthur, General und Fachschriftsteller. * Holleschau (Holešov, Mähren), 22. 4. 1866; † Wien, 15. 4. 1950. Wurde 1886 aus der Techn. Militärakad. als Lt. zum Korpsart. Rgt. 2 ausgemustert und frequentierte 1891–93 den Höheren Art.Kurs, 1897 Hptm. Ab 1907 war R. im Art.Stab eingeteilt und versah diverse Stabsfunktionen. Ab 1911 war er vor allem Präses der Schießversuchskomm. in Felixdorf. In dieser Eigenschaft leitete er die Schießversuche an einer modernen schweren Haubitze, 15cm M. 15, und an einer weittragenden Kanone, 10, 4cm M. 15. Gleichzeitig arbeitete er an dem weitreichendsten Steilfeuergeschütz, das im Ersten Weltkrieg überhaupt eingesetzt wurde, der 38cm M. 16 Haubitze, wesentlich mit. R. kommandierte ab 1914 (Obst. im Art.-Stab), die schwere Haubitzendiv. 15, die erste Einheit, bei der das von R. mitentwikkelte Haubitzenmaterial kriegsmäßig erprobt wurde. R., der ab 1915 in rasch wechselnder Folge als Art.Brigadier und Art.-Gruppenkmdt. eingesetzt wurde, dirigierte 1916 in der Südtiroloffensive die weitreichenden Steilfeuergeschütze, beim Donauübergang von Svištov (Bulgarien) die schwere Art.Gruppe; in der 11. Isonzoschlacht war er als Art.Kmdt. des VII. Korps am Abwehrerfolg wesentlich beteiligt. 1917 GM und nob., 1919 i. R. Nach seiner Pensionierung war R. als militär. Publizist auf dem Gebiete des Art.Wesens tätig.

W.: Beitrr. in: RP vom 17. 1., 21. und 28. 2., 7. 3., 11., 18. und 25. 7. und 1. 8. 1937; Abhh. in Wehrtechn. Monatshe., 1941–43/44.
L.: Jb. der Wr. Ges., 1929; KA Wien.
(P. Broucek)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 42, 1985), S. 99f.
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