Riener, Martin (1806-1871), Techniker

Riener Martin, Techniker. * Wien, 31. 8. 1806; † Wien, 4. 5. 1871. Stud. 1823–1826 am Wr. Polytechn. Inst. Bauwiss. (techn. Abt.) und trat nach landwirtschaftlichen und astronom. Stud. 1828 in den Staatsdienst, wo er vorwiegend bei Straßenbauten, 1839–41 als Bauleiter der neuen Straße über den Semmering, tätig war. 1842 in die neu geschaffene Gen.Dion, der österr. Eisenbahnen versetzt, arbeitete er zunächst an der Trassierung und am Bau der Linie Marburg-Triest. Später war er als Oberinsp. in leitender Funktion beim Betrieb tätig. Nach dem Verkauf der Staatsbahnen blieb er im Staatsdienst und wurde 1870 Vorstand der Betriebsabt. der Gen.-Inspektion der österr. Eisenbahnen. R. beschäftigte sich auch mit Wasserbauten und mit dem Problem von Kettenbrücken bei Eisenbahnen. Er erwarb sich bes. Verdienste bei der Konstruktion von Fahrbetriebsmitteln durch Einführung selbstwirkender Eisenbahnwagenbremsen und neuer Achsbüchsen, wodurch eine geringere Abnützung der Spurkränze und Schienen erzielt werden konnte.

W.: Bemerkungen über die Ueberschwemmungen der Donau bei Wien, in: Z. des oesterr. Ing.-Ver. 14, 1862; Die Donau-Regulirung nächst Wien, ebenda, 15, 1863; Die Regulirung der Donau von Fischamend bis Hainburg,ebenda, 15, 1863; Erläuterungen zu dem Vergleichungsplane der Vorschläge zurDonauregulirung bei Wien . . ., 1865; Grundsätze für die Regulirung grosser Flüsse mit bes. Rücksicht auf die Donau bei Wien, (1867); etc.
L.: Enz. des gesamten Eisenbahnwesens, hrsg. von V. Röll, 6, 1894; C. Stoeckl, Der Oesterr. Ing.- und Architekten-Ver., (1898), S. 20; VA Wien.
(P. Mechtler)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 42, 1985), S. 156
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