Rogalski von Puch, Adalbert (Wojciech) (1868-[nach] 1938), General und Mediziner

Rogalski von Puch Adalbert (Wojciech), General und Mediziner. * Skała (Skala-Podil’s’ka, Galizien), 11. 4. 1868; † nach 1938. Sohn eines Apothekers; stud. Med. an der Univ. Krakau, 1893 Dr. med. Absolv. 1892 als Einjährig-Freiwilliger-Mediziner beim IR 13 den ersten Tl., 1896 als Ass.Arzt-Stellvertreter am Garnisonsspital 15 in Krakau (Kraków) den zweiten Tl. des Einjährig-Freiwilligen-Jahres. Ab 1897 war er Rgt.Arzt. ab 1910 diensttuender Arzt beim IR 56 in Wadowice. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde R. den Poln. Legionen (später Poln. Hilfskorps) als Chefarzt zugeteilt und bald darauf zum Stabsarzt befördert. Als solcher organisierte und leitete er das Sanitätswesen der Poln. Legionen; im Winter 1914/15 nahm er an den Karpatenkämpfen teil. Ab 1916 gehörte R. zum Poln. Hilfskorps des von den Mittelmächten proklamierten Kg.-Reiches Polen, verweigerte aber 1917 als österr. Untertan den Eid (Schwurkrise). Anfang 1918 verblieb er mit einem Tl. des Hilfskorps zunächst in Galizien, wurde aber kurz nach dem österr.-ukrain. Vertrag von Brest-Litowsk am 15. 2. 1918 bei dem Versuch, in der Bukowina die russ. Front zu überschreiten, zusammen mit seinem Kmdo. verhaftet und in Huszt (Ungarn) interniert. Dennoch erfolgte 1918 seine Ernennung zum Oberstabsarzt 2. Kl. (Obstlt.-Arzt). Nach der Einstellung eines Verfahrens wegen Hochverrats wurde er an der Piavefront eingesetzt. Nach dem Krieg hatte R. als Sanitätschef beim Gen.Stab bzw. Armeeoberkmdo. wesentlichen Anteil an der Einrichtung eines poln. Militärsanitätswesens. 1920 wurde er zum Gen.Lt. und Kmdt. des Ujazdowskispitals in Warschau, bald darauf zum Sanitätschef des l. Korpskmdo. (Warschau) ernannt. 1924 wurde R. Insp. der Sanitätsanstalten, 1925 l. Insp. des Gesundheitswesens. 1927 mit dem Titel eines Div.Gen. i. R.

L.: Rocznik Oficerski . . . (1923, 1924, 1928), 1923–28; Enc. Wojskowa, red. von O. Laskowski, 7, 1939; T. Kryska-Karski – S. Zurakowski, Generałowie Polski Niepodległe, 1976, s. Reg.; KA Wien.
(Ch. Tepperberg – H. Wereszycka)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 43, 1986), S. 211
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