Rose, Maksymilian (1883-1937), Neurologe und Psychiater

Rose Maksymilian, Neurologe und Psychiater. * Przemyśl (Galizien), 19. 5. 1883; † Wilna (Vilnius, UdSSR), 30. 11. 1937. Stud. 1902–08 an der Univ. Krakau Med., 1908 Dr. med.; war dann bis 1910 als Ass. an der neurolog.-psychiatr. Klinik bei Piltz (s. d.) in Krakau (Kraków) tätig. Anschließend bildete er sich in Berlin (1910/1911), in Rheinau bei Zürich (1911/12), in Tübingen (1912/13) und 1913/14 in Krakau bei Kostanecki (s. d.) weiter. 1914–18 war R. in den Poln. Legionen (1916 Leiter des neurolog.psychiatr. Spitals in Przemyśl), 1918–21 Arzt (Mjr.) in der poln. Armee und Leiter der neurolog. Abt. in Krakau. 1921–25 führte er eine Privatpraxis in Krakau; 1925–28 leitete er am K. Wilhelm-Inst. in Berlin die Abt. für Gehirnforschung, daneben red. er 1925–29 das „Journal für Psychologie und Neurologie“. 1928 Priv.Doz. für Neurol. an der Univ. Warschau und Begründer und Dir. des Poln. Inst. für Gehirnforschung. Ab 1931 wirkte er als ao. Prof. der Neurol. und Psychiatrie an der Univ. Wilna, ab 1934 als o. Prof. und Dir. der neurol. und psychiatr. Kliniken, um deren Ausbau er sich hochverdient machte. Er betreute auch in Wilna eine Zweigstelle des Inst. für Gehirnforschung. R. war ein Gelehrter von Weltruf, der mit den internationalen Gehirnforschungszentren eng zusammenarbeitete. 1929 Mitgl. der Poln. Akad. der Wiss.

W.: Histolog. Lokalisation der Großhirnrinde bei kleinen Säugetieren, 1912; Die sog. Riechrinde bei Menschen und Affen, 1929; Das Zwischenhirn des Kaninchens, in: Bulletin International de l’Acad. Polonaise des Sciences et des Lettres 8, 1935; etc.
L.: K. Orzechowski, M. R. jako badacz, in: Neurologia Polska, 1938, S. 7 ff.; E. Hermann, Historia neurologii polskiej, 1975, S. 252 ff.
(S. Brzozowski)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 43, 1986), S. 244f.
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