Rosenfeld, Viktor (1852-1919), Advokat

Rosenfeld Viktor, Advokat. * Brünn (Brno), 2. 8. 1852; † Wien, 3. 4. 1919. Stud. 1873–77 an der Univ. Wien Jus (1879 Dr. jur.), legte 1884 die Rechtsanwaltsprüfung ab und war ab 1886 Advokat in Wien. R. war ein hervorragender Strafverteidiger (Giftmörder Schmalegger, Bombenattentäter Vock, Bukowinaer Zoll- und Defraudationsprozeß, Banknotenfälscher Schapira, Rannersdorfer Mordprozeß), der sich auch der Angehörigen der Unterschicht vehement annahm. In späteren Jahren beschäftigte er sich auch erfolgreich mit Zivilverfahren.

W.: Die Advokatenfrage, 1900; Plaidoyer des Verteidigers Dr. V. R. (Doppelselbstmord), in: Berühmte Verteidigungsreden 1860–1918, hrsg. von M. Neuda und L. Schmelz, 1921.
L.: N. Fr. Pr. vom 5. 4. 1919; Dr. V. R †, in: Jurist. Bll. 48, 1919, S. 126 f.
(D. Ströher)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 43, 1986), S. 253
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