Roszkowski, (Adolf) Julian von (1834-1897), Feldmarschalleutnant

Roszkowski (Adolf) Julian von, General. * Humenów (Humeniv, Galizien), 1. 1. 1834; † Przemyśl (Galizien), 27. 1. 1897. Wurde 1852 als Lt. aus der Genieakad. zum 2. Geniergt. ausgemustert. Nach Dienstleistung bei diversen Geniedion. avancierte R. – in den Geniestab übernommen – 1873 zum Obstlt. und Geniedir. in Ragusa (Dubrovnik). Nach vorübergehender Pensionierung (1874/75) neuerlich zum Geniestab eingeteilt, führte er in kurzer Folge als Geniedir. in Temeschwar (Timişoara) und Budapest die Aufsicht über die jeweiligen Festungsbauten. 1878 Obst. 1881 Militärbaudir. in Wien, ab 1882 Geniechef beim III. Korps in Graz, 1884 GM. Ab 1885 Kmdt. der Techn. Militärakad. Als R. 1887 zum Geniechef des I. Korps in Lemberg (L’viv) ernannt wurde, erhielt er eine der Positionen, die zu den bestimmenden Faktoren bei der Rekognoszierung und Planung der Festungsbauten in Galizien und Siebenbürgen gegen Rußland gehörten, eine Funktion, die er in einer Zeit bes. intensiver Bautätigkeit erfolgreich ausfüllte. 1889 FML und bis 1897 Festungskmdt. von Przemyśl.

W.: Historia kartografii Austro-Węgier (Geschichte der Kartographie Österr.-Ungarns), 1894.
L.: Gazeta Lwowska vom 30. 1. 1897 und 5. 8. 1902; N. Fr. Pr. vom 2. 2. 1897; Czas vom 5. 8. 1902; Die Vedette vom 7. 2. 1897; S. Brzozowski, Stud. techniczne Polaków w Wiedniu do Wiosny Ludów, in: Studia i Materiały z Dziejów Nauki Polskiej, Ser. D, 9, 1978, S. 56, 67; Gatti 1, S. 855; KA Wien; Mitt. S. Brzozowski, Kraków, Polen.
(P. Broucek)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 43, 1986), S. 273
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