Roth, Aron (1894-1944), Rabbiner

Roth Aron, Rabbiner. Geb. Ungvár (Užhorod, Karpatoukraine), 1894; gest. Jerusalem, 1. 4. 1944. Besuchte verschiedene Talmudlehranstalten in Galizien und Ungarn, schloß sich früh den Chassidim an und lernte bei mehreren Rabb. Sein bedeutendster Lehrer war Zvi Elimelech von Błazöwa, der ihm auftrug, eine chassid. Gemeinde zu gründen, obwohl R. nicht von einer chassid. Dynastie abstammte. Die chassid. Gemeinschaft, die sich in Szatmár-Németi (Satu Mare) und Beregszász (Berehove) um ihn scharte, wies viele der für die frühen Chassidim typ. Merkmale, wie unbedingtes Festhalten am einfachen Glauben unter Ablehnung aller Kompromisse mit modernen Lebensformen, auf. Kurz vor seinem Tod ließ sich R. in Palästina nieder, wo er wieder eine zwar kleine, aber aktive chassid. Gemeinschaft um sich sammelte. Sein wichtigstes Werk, „Schomer Emunim“ (Der die Treue hält), 1942, das mehrere Aufl. erlebte, ist eine Predigtsmlg.

L.: E. Kohen-Steinberger, Uvda de-Aharon, 1948.
(Sh. Spitzer)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 43, 1986), S. 274f.
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