Rufeisen, Josef (1887-1949), Zionist

Rufeisen Josef, Zionist. Geb. Witkowitz (Ostrava– Vítkovice, Mähren), 20. 3. 1887; gest. Tel Aviv (Israel), 21. 9. 1949. Sohn eines Gastwirts; stud. 1905–10 an der Univ. Wien Jus, 1910 Dr. jur. War dann als Advokat in Witkowitz tätig. R. gründete schon als 14jähriger eine zionist. Vereinigung für seine Mitschüler. Während seiner Stud.Zeit in Wien spielte er bald eine führende Rolle in der Bewegung der zionist. Studenten und war einer der Mitbegründer des Sportver. Hakoah. 1918 gehörte R. zu den Gründern des Jüd. Nationalrates und wurde zum Vorsitzenden des Zionist. Bez.-Rates von Mähren und Schlesien gewählt. Nach seiner 1921 erfolgten Wahl zum Präs. der Zionist. Organisation der Tschechoslowakei wurde der Sitz der Bewegung von Prag nach Mähr. Ostrau (Ostrava) verlegt. Nach seiner Auswanderung nach Palästina (1938) ließ er sich in Tel Aviv nieder und war nacheinander Vizepräs. und Präs. der tschechoslowak. Siedlervereinigung. Ab 1921 nahm er an allen Zionistenkongressen teil und war Mitgl. des Zionist. Aktionskomitees und der zentralen wirtschaftlichen und rechtlichen Institutionen der zionist. Weltorganisation.

L.: Gesher 13, 1967, S. 59 f.; Enc. Jud.; Ch. Yahil, Devarim al ha-Tsionut ha-Tšekhoslovakit, 1967; UA Wien.
(Sh. Spitzer)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 44, 1987), S. 321f.
<=  S. 1 =>
<=  S. 1 =>