Sacher, Franz (1816-1907), Restaurateur

Sacher Franz, Restaurateur. * Wien, 19. 12. 1816; † Baden–Weikersdorf (NÖ), 11. 3. 1907. Sohn eines fürstlich Schwarzenberg. Verwalters, Vater des Gastronomen und Hoteliers Eduard S., Schwiegervater der Gastronomin und Hotelbesitzerin Anna S. (beide s. d.); trat nach einer Kochlehre in der fürstlich Metternichschen Schloßküche in die Dienste der Familie Esterházy in Zseliz (Želiezovce). 1832 stellte er erstmalig, nach eigenem Rezept, die später weltberühmte Sachertorte her. Ab 1840 war er Küchenchef im Adeligen Kasino in Preßburg (Bratislava). 1843 pachtete er das Kasino in Pest (Budapest) und übernahm den Restaurantbetrieb für die Donaudampfschiffahrtsges. auf eigenes Risiko. 1849 kehrte S. nach Wien zurück. 1850 eröffnete er ein Delikatessengeschäft sowie eine Weinstube im Palais Pereira,Wien I. Diese übergab er ca. 1867 seinem ältesten Sohn, Franz S., und zog sich vomGeschäft zurück.

L.: N. Fr. Pr. (Abendausg.) vom 17., Fremden-Bl. vom 18. und BadenerVolksbl. vom 22. 12. 1906; N. Fr. Pr., Neues Wr. Tagbl., Neues Wr. Journal,Illustrirtes Wr. Extrabl. und Fremden-Bl. vom 12., Wr. Bilder vom 20. 3. 1907; Wr. Ztg. vom 25. 1. 1948; Allg. Gastgewerbe-Ztg. 4, 1907, n. 6, S. 8; F. Maier-Bruck,Das große S. Kochbuch, (1975), S. 35; L. Mazakarini, Das Hotel S. zu Wien, (1976), s. Reg.; A. T. Leitich, Wr. Zuckerbäcker, (1980), S. 84; R. Haider, Verlorenes Wien, 1984, S. 110.
(W. Filek-Wittinghausen)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 44, 1987), S. 367
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