Schamschula, Rudolf (1866-1936), Feldmarschalleutnant

Schamschula Rudolf, General. * Czernowitz (Černivci), 9. 9. 1866; † Linz, 1. 7. 1936. Sohn eines Verpflegswachtmeisters; wurde nach Absolv, der Militäroberrealschule in Mähr.-Weißkirchen (Hranice) und der Theresian. Militärakad. in Wr. Neustadt 1889 als Lt. zum IR 41 ausgemustert, nach Besuch der Kriegsschule in Wien 1894 als Oblt. dem Gen. Stabskorps (Eisenbahnbüro) zugeteilt und 1905 als Mjr. zum Flügeladj. des Chefs des Gen.Stabs, FZM Frh. v. Beck-Rzikowsky (s. d.), bestellt. Diente ab 1906 im Instruktionsbüro des Gen. Stabs und stand in Truppendienstverwendung bei der 3. Inf. Truppendiv., beim IR 5 (1909 Obstlt.) und IR 100. Im Mai 1912 wurde er unter Beförderung zum Obst. zum Telegraphenkorps transferiert, aber schon im Juni darauf zum Vorstand der Telegraphenbauabt. im Kriegsmin. und Chef des Telegraphenbüros des Gen. Stabs bestellt. Vom Beginn des Ersten Weltkrieges bis Mai 1916 war er als Chef des Feldtelephon- und Feldtelegraphenwesens beim Armeeoberkmdo. eingeteilt (1915 GM), dann als Truppenkmdt. am italien. Kriegsschauplatz, wo er ab 1917 die 29. Inf. Truppendiv., von März bis Mai 1918 die 20. Inf. Brig., von Mai bis November die 52. Inf. Div. kommandierte. Im November 1918 zum FML befördert, geriet er mit Kriegsende in Gefangenschaft; nach der Heimkehr 1919 i. R. S., einer der profiliertesten Gen.Stabsoff., und Träger zahlreicher in- und ausländ. Auszeichnungen, erwarb sich bes. Verdienste durch seinen Einsatz für Ausbau und Modernisierung des Feldtelephonwesens.

L.: Wr. Ztg. umd N. Fr. Pr. vom 3. 7. 1936; ÖWZ vom 17. 7. 1936; Luslig-Prean, S. 216; Svoboda 2. S. 815, 3, S. 123; KA Wien.
(O. F. Winter)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 10 (Lfg. 46, 1990), S. 37f.
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