Schindelar, Adalbert (1865-1926), Bischof

Schindelar Adalbert, Bischof. * Schönhof (Krásny Dvůr, Böhmen), 5. 1. 1865; † Wien, 11. 10. 1926. Stud. 1890–92 Theol. an der Univ. Bonn, 1892 Priesterweihe (altkath.). Im selben Jahr wurde S. Kooperator in Arnsdorf (Miłkowice, preuß. Schlesien), ab 1905 Pfarrer in Gablonz a. d. Neiße (Jablonec nad Nisou, Böhmen). 1908 als Pfarrer nach Wien versetzt, betreute er auch die Filialgemeinde Brünn (Brno) und organisierte den internationalen Altkatholikenkongreß von 1909 in Wien. Er wurde 1919 zum stellvertretenden, 1920 zum Bistumsverweser der altkath. Kirche Österr. bestellt und 1921 von den staatlichen Stellen bestätigt. Noch 1921 wurde er Mitgl. der Internationalen Altkath. Bischofskonferenz in Utrecht. Nach seiner Wahl zum Bischof durch die Ordentliche Synode (1924) wurde er 1925 zum Bischof konsekriert und erarbeitete in dieser Eigenschaft eine neue Kirchenverfassung (Synodal- und Gemeindeordnung, 1925) für die altkath. Kirche Österr.

L.: Wr. Ztg. vom 13. 10. 1926; Der Alt-Katholik vom 1. 10. 1924, 1. 8. und 15. 9. 1925. 1. 11. 1926 und September/Oktober 1951; A. Nittel, in: Alt-Kath. Jb. 1959, 1959, S. 29; Mitt.Bl. der Kirchenleitung der Altkath. Kirche Österr. 1, 1976/77, n. 6, S. 5; 2, 1978, n. 12, S. 2; L. Klekler – G. F. Benesch, Ber. über den 8. internationalen Altkatholikenkongress in Wien vom 6.–10. 9. 1909, (1909), S. 21,24f., 44, 72, 95, 101, 159; Die Altkath. Kirche in Österr. Wesen und geschichtliche Entwicklung, 1965, S. 10ff., 28f.; S. Török, Zum Gedenken an meinen väterlichen Freund und Vorbild in der Kirchenleitung Dr. L. Klekler . . ., 1969, S. 3, 15; H. Peters, Der Altkatholizismus auf dem Hintergrund der polit. und theolog. Auseinandersetzungen des 19. Jh. und sein Verhältnis zur Röm.-Kath. Kirche nach dem 2. Vatikan. Konzil, kath.-theolog. Diplomarbeit Wien, 1978, S. 63; Egerländer Biograf. Lex. . . ., bearb. und hrsg. von J. Weinmann, 2, (1987); UA Bonn, Deutschland.
(W. Zankl)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 10 (Lfg. 47, 1991), S. 143f.
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