Schindler, Anna Margaretha (1892-1929), Bildhauerin

Schindler Anna Margaretha, Bildhauerin. * Kennelbach (Vorarlberg), 27. 10. 1892; † Wien, 14. 6. 1929. Tochter des Industriellen und Erfinders Friedrich W. S., Nichte des Textilindustrieilen Cosmus S. (beide s. d.), Enkelin des Textilfabrikanten und Malers Samuel W. S. (s. unter Fridolin S.), Urenkelin des Textilfabrikanten Fridolin S. (s. d.); stud. an derÉcole des Beaux Arts in Genf, 1922–29 an der Wr. Akad. der bildenden Künste bei Josef Müllner; 1919/20 Schülerin von Franz X. Plunder in Bregenz. S.s figürliche Skulpturen, für die sie neben Stein und Bronze auch Holz, Elfenbein und Ton verwendete, zeichnen sich durch klassizist. Auffassung, kombiniert mit Einflüssen von Impressionismus und Jugendstil, aus und zeigen im Gestus einen symbolhaft überhöhten Gehalt. Ausst. ihrer Werke waren in Bregenz, Wien, Bern und Zürich zu sehen.

W.: Filius sanctus, 1928, Sinnende (beide Vorarlberger Landesmus., Bregenz); Träumerei (Holz); Schreitende (Bronze); usw.
L.: Neue Zürcher Ztg. vom 18. 6. 1929 (Abendausg.); Vorarlberger Volksbl. vom 8. 8. 1959 (Beilage); H. Micko, in: Heimat 10, 1929, S. 195ff.; ders., in: Bergland 11, 1929, n. 12, S. 17ff.; Feierabend 14, 1932, S. 45f. (mit Bild); Bénézit; Thieme-Becker; Vollmer; K. Friedrich-Kossat, Die Bildhauerin A. M. S., 1928; J. Winteler, Landammann D. Schindler. Seine Vorfahren und Nachkommen, 1932, S. 66, 258; Landes- und Volkskde. Geschichte, Wirtschaft und Kunst Vorarlbergs, hrsg. von K. Ilg, 4, 1967, S. 210; Kunst in Vorarlberg 1900–50 ( = Ausst.Kat. des Vorarlberger Landesmus. 66), 1976, S. 170f.; E. Sinz, Kennelbach. Die Geschichte einer Ind.Gemeinde, (1987), passim; Künstler-Lex. der Schweiz, 20. Jh., bearb. von E. Plüss, o. J.
(H. Swozilek)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 10 (Lfg. 47, 1991), S. 146
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