Schmäck-Stregen, Emilia; verehel. Stregen von Glauburg (1817-1886), Malerin

Schmäck-Stregen Emilia, verehel. Stregen v. Glauburg, Malerin. Geb. London (Großbritannien), 9. 8. 1817; gest. Mödling (NÖ), 2. 8. 1886. Tochter des Londoner Großkaufmanns Augustus S., die Mutter Anna stammte aus der Wr. Familie Wüstefeld, Nichte der Weltreisenden Ida Pfeiffer (s. d.); S. stellte 1837–44 in der Royal Acad. of Arts und der British Institution Genrebilder, Interieurs, Figurales und Porträts aus. 1844 verließ sie London, um, nach kürzeren Aufenthalten in Wien und Venedig, 1849–55 als Berufsmalerin in Wien ansässig zu werden. Während dieser Zeit entstanden Porträts, eine Verkaufsausst. in der Akad. der bildenden Künste umfaßte auch Stud.Köpfe und Interieurs. Nach der Pensionierung ihres Onkels, des GM Ludwig Wüstefeld (1799–1863), übersiedelte S. 1856 mit diesem nach Graz. 1861 heiratete sie hier nach evang. Ritus den Obstlt. Frh. Ludwig Stregen von Glauburg. Danach lebte sie in Freiwaldau (Gozdnica) in Niederschlesien, ab 1880 in Mödling. In ihrem Stil ist sie dem Biedermeier zuzuordnen, wobei ihre Porträts die engl. Herkunft nicht verleugnen können.

W.: zahlreiche Porträts, u. a. I. Pfeiffer, 1844, L. Wüstefeld, 1863, Selbstbildnis, 1879; Interieurs; Genrebilder; usw.
L.: Bénézit; Fuchs, 19. Jh.; Thieme-Becker; Wurzbach; W. Liebenfelß, in: Hist. Jb. der Stadt Graz 14, 1984, S. 55ff.; H. Fuchs, Die österr. Bildnisminiatur 2, 1982.
(G. Wacha)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 10 (Lfg. 48, 1992), S. 225
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