Schmal, Johannes Adolf (1844-1900), Schriftsteller und Journalist

Schmal Johannes Adolf, Journalist und Schriftsteller. Geb. Gimborn, Preußen (Deutschland), 23. 9. 1844; gest. Wien, 24. 12. 1900. Vater der beiden Vorigen; wandte sich schon als Student der Journalistik zu und arbeitete für Berliner und Provinzbll. Er nahm 1870/71 am Dt. -Französ. Krieg teil, wurde danach Red. des „Westphälischen Grenzboten“ in Münster, dann Leiter des Feuilletons und „Reimchronist“ der „Deutschen Zeitung“ in Paris und war schließlich ab 1880 Berichterstatter der „Berliner Post“; als solcher unternahm er Reisen durch Europa und Kleinasien, die seinen späteren Veröff. zugute kamen. In der Folge übersiedelte S. nach Wien, wo er 1886 in die Red. des „Neuen Wiener Tagblatts“ eintrat, der er bis zu seinem Tod angehörte. Daneben arbeitete er an mehreren Ztg. (u. a. der „Illustrirten Zeitung“, Leipzig) und Z. (u. a. der „Gartenlaube“) und an Fachbll. (Reise- und Sportberr.) mit. Seine schriftsteller. Arbeiten umfassen Lieder und Ged. verschiedenster Art (darunter das ep. Ged. „Muth“, 1899), Erz., Märchen, den historisierenden Wr. Roman aus dem 15. Jh. „Bürger und Studenten“ sowie dramat. Werke.

W.: Wallenstein vor Schwabach, 1886 (Schauspiel); Bürger und Studenten, 1890, 2. Aufl. ( = Universal-Bibl. 2709/10), o. J.; Unter den Menschenfressern, gem. mit T. Westmark, 1892 (Lustspiel); usw.
L.: Neues Wr. Tagbl. vom 24. und 27. 12. 1900; Die Gartenlaube, 1901, H. 2, Beilage (mit Bild); Biograph. Jb. 5, 1903, Sp. 116 (Totenliste); Brümmer; Eisenberg, 1893, Bd. 1; Giebisch-Gugitz; Kosch.
(V. Hanus)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 10 (Lfg. 48, 1992), S. 226
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