Schmid, Josef (1842-1914), Innenarchitekt

Schmid, — Josef Ps. Schmid-Braunfels Josef, Freidank, Schriftsteller und Veterinärmediziner. Geb. Braunseifen, Mähren (Ryžoviště, Tschechoslowakei), 29. 11. 1871; gest. ebenda, 19. 11. 1911. Sohn eines 1884 verstorbenen prakt. Arztes; stud. nach Besuch des Gymn. in Freudenthal (Bruntál) und Teschen (Český Tĕšín) ab 1889 am Militär-Tierarznei-Inst. in Wien, wo er 1892 das Tierarztdiplom erlangte. Ab 1893 im Veterinärdienst der Stadt Wien, wurde er, ab 1908 leidend, 1911 i. R. versetzt. Seine letzte Lebenszeit verbrachte S. in Braunseifen. S.s schriftsteller. Versuche reichen bis in seine Gymnasialzeit zurück, bes. literar. Anregungen, Kontakte (so war er mit Ottokar Stauf von der March, an dessen literar. Z. „Neue Bahnen“ er mitwirkte, eng befreundet) und Publ.Möglichkeitenin Z. und Ztg. brachte jedoch seine Wr. Zeit, obgleich er den engen Heimatbezug nie verlor. Während er in seiner Lyrik (1883–1904) die Schriftsprache einsetzt, ist in seinen Schauspielen und Erz. die sprachliche Gestaltung der – heimatlichen – Thematik angepaßt: Als Dichter der ostmitteldt.-schles. Mundart Nordmährens ist S. bekannt geblieben.

W.: Bei der Mutter drhäm, 1903 (Mundarterz.); Der Freihof, 1904 (Drama); Geschichte der Stadt Braunseifen, 1910, ergänzter Reprint 1979 (mit biograph. Vorwort); Ausgewählte Schriften, hrsg. und eingeleitet von O. Stauf von der March, 1913 (mit Bildern); Beitrr. in Anthol., Z. usw.
L.: J. W. König, in: Altvater-Jb., 1981, S. 33ff.; Brümmer (s. Schmidt-Braunfels); Giebisch-Gugitz; Kosch; Nagl-Zeidler-Castle 2–4, s. Reg. (mit Bild); J. W. König, Das Schrifttum des Ostsudetenlandes, 1964; ders., Ihr Wort wirkt weiter, (1966), S. 67f.; Mitt. M. Hornung, Wien.
(J. W. König)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 10 (Lfg. 48, 1992), S. 276
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