Schmidt, Oskar (1897-1947), Industrieller

Schmidt, — Oskar Industrieller. Geb. Biala, Galizien (Bielsko-Biała, Polen), 20. 4. 1897; gest. Feldkirchen (Kärnten), 12. 4. 1947. Enkel des Gelbgießers Karl Florian S. (s. d.), Sohn desIndustriellen Rudolf Viktor S. d. Ä. (s. unter Karl Florian S.). S. besuchte eine techn. Lehranstalt (Ing.) und trat in das väterl. Unternehmen, das er als techn. Leiter bis 1945 führte. Das Werk wurde durch ihn und seinen Bruder, den Industriellen und Kaufmann Rudolf Viktor S. d. J. (geb. Biała, 30. 8. 1900; gest. Salzburg/Sbg., 20. 7. 1990), Absolvent der Oberrealschule und Handelsakad. in Wien, der gleichfalls als Gesellschafter in die Fa. trat, wesentl. erweitert und auf Armaturen mit höchsten Anforderungen spezialisiert. Das Werk blieb durch die Kriegsereignisse 1945 unbeschädigt und ist heute als BEFA (Bielske Fabryk Armatur) eines der größten dieser Branche in Polen. Die Brüder hingegen verließen Polen und gründeten 1946 in Poitschach (Kärnten) das Armaturen- und Gußwerk Rudolf Schmidt mit dem alten Fabrikszeichen R S B, das 1961 nach Villach verlegt wurde. Zuletzt von Oskars Sohn, Ing. Oskar Maria Rudolf Emanuel S. (geb. Biala, 5. 11. 1931; gest. Wien, 15. 4. 1989), geleitet, wurde das Unternehmen 1988 verkauft. Es ist heute als Fa. Schmidt, Armaturen Ges.m.b.H. eines der bedeutendsten Unternehmen dieser Branche in Österr.

L.: W. Kuhn, Geschichte der Dt. Sprachinsel Bielitz (Schlesien) ( = Quellen und Darstellungen zur schles. Geschichte 21), 1981, S. 404; Rudolf Schmidt. Armaturen- und Gusswerk/Villach/Austria, (1989); Sudetendt. Genealog. Archiv, Regensburg, Deutschland; Mitt. M. Schmidt, Wien.
(E. Marschner)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 10 (Lfg. 49, 1993), S. 291
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