Schöberl, Mathias (1809-1874), Theologe und Schriftsteller

Schöberl Mathias, Theologe und Schriftsteller. Geb. Tamsweg (Sbg.), 26. 1. 1809; gest. Salzburg (Sbg.), 4. 2. 1874. Sohn eines Kürschners. Trat 1829 in Salzburg ins Priesterseminar ein, 1832 Priesterweihe. Danach wirkte S. bis 1837 als Koadjutor in den Pfarren Kundl, Ellmau und Kuchl, hierauf als Erzieher in der Familie des Frh. Dückher v. Hasslau auf Schloß Urstein (Puch b. Hallein). 1842 Kooperator in der Stadtpfarre St. Blasius in Salzburg, 1850 Domchorvikar. In dieser Eigenschaft wurde S. 1853 Präfekt des Domsingknaben-Inst., 1854 auch des Schullehrerseminars, 1858 zweiter, 1872 erster Chorregent, 1873 Dompräsentiar. Daneben amtierte er ab 1860 als Rechnungsrevident in der Diözesanbuchhaltung. S. nahm am Kulturleben der Stadt Salzburg regen Anteil. Eifriger Förderer der Kirchenmusik (er war auch Mitgl. des „Dom-Musik-Ver. und Mozarteum“) und des Männergesangs, war er 1847 Mitbegründer der Sbg. Liedertafel, bis 1850 ausübendes Mitgl., 1867 Ehrenmitgl. Er verfaßte Gelegenheitsged. und publ. v. a. Musikrezensionen sowie Aufsätze zu musikal. und kirchenpolit. Themen in der Sbg. Lokalpresse.

L.: Sbg. Chronik und Sbg. Kirchenbl., 5., Sbg. Ztg., 11. 2. 1874; Wurzbach; 80 Jahre Sbg. Liedertafel 1847–1927, 1927, S. 9, 79.
(E. Engelmann)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 11 (Lfg. 51, 1995), S. 5f.
<=  S. 1 =>
<=  S. 1 =>